Müssen wir jede störende Überzeugung verändern?

Heute bin ich eine sehr gute Frage gefragt worden: Muss man jeden (negativen) Glaubenssatz verändern? Kurz gemacht: Muss man nicht. Aber je mehr Überzeugungen, die dich daran hindern deine Ziele zu erreichen, du aus dem Weg räumst, desto schneller erreichst du deine Ziele.

Ich habe zum Beispiel einen sehr lustigen – falschen – Glaubenssatz.

Also eine Überzeugung, die nicht der Wahrheit entspricht. Aber meinem Unterbewusstsein ist das egal. Und bei meinem Mann sorgt sie in letzter Zeit immer wieder für grosse Lacher.

Wir testen gerade unterschiedliche Autos durch (also, ok. Er. Ich sitze immer nur auf dem Beifahrersitz, da sitze ich eh am liebsten.)

Und manchmal hab ich einfach nur Spass so richtig meine Vorurteile zu leben… denn über Autos und Autofahrer-Typen habe ich – offensichtlich – so einige. Tobi bekommt sich dann meist vor lachen kaum noch ein, denn die Glaubenssätze sind so was von krude und schräg. Neugierig? Hier kommt der erste:

Wir fahren Panamera (ein riesen Schiff, das ICH niemals in eine Parklücke im Migros Parkhaus einparken könnte – oder wollte). Mein Glaubenssatz (kann man mit dem Muskeltest ja wunderbar austesten):

Panamera ist was für alte Leute.

Wenn er (Tobi) den Panamera kauft, dann muss ich immer Taxi fahren (finde ich gar nicht so schlimm. Aber unpraktisch. Also kommt hoffentlich kein Panamera in die Tüte).

Ein bisschen gemein, ich weiss…

Der Mercedes und der i8 sind gänzlich ohne Vorurteile weg gekommen und jaaaaa… der Mercedes AMG GT in Gelb steht auf meiner Wunschliste… ich hoffe, du hast auch eine.

Denn wir brauchen eine Wunschliste, die wir regelmässig rausholen, uns reinfühlen, sie im Thetazustand manifestieren, damit es auch passiert.

Ich bin hin und weg. Und der i8 ist einfach nur mega (besonders auf dem Beifahrersitz). Ein Raumschiff (innen ist er blau beleuchtet, sieht sehr cool aus und die Türen sind der Hammer. Mit kurzem Rock eher unpraktisch, aber egal.

Nun ‚darf‘ ich morgen endlich wieder meinen Porsche-Vorurteilen frönen… offensichtlich gab es in meiner Umgebung früher diverse Komplexe gegenüber Porsche-Fahrern... und ich habe alle fleissig eingesammelt. Hier der lustigste:

Porsche-Fahren ist etwas für arme Schlucker.

Wenn ich Porsche fahre, denken andere also ich bin ein armer Schlucker (ich glaube, das könnte leicht fernab der Realität sein, aber mein Unterbewusstsein ist sich dessen sehr sicher.)

Der Satz testet im Muskeltest immer wieder positiv und es ist zum weglachen.

Denn den Tatsachen entspricht es nicht. Aber in mir gehen alle kleinen Stress-Männchen auf die Barrikaden, wenn Tobi wieder die roten Autos im Internet durchforstet (klar: Alle Porsche sind rot. Oder wie war das?)

Natürlich habe ich noch mehr wunderschöne Vorurteile gegenüber Porsche:

Porschefahrer haben Komplexe (herrrrrlich).

Ein Porsche ist der Traum des kleines Mannes (und klaro, ich mag kein kleiner Mann sein… also weder klein, noch ein Mann).

Und zu allem Überfluss steht in der Tiefgarage neben uns ein Porsche, der einem alten Mann gehört, der kaum laufen kann. Auf dem Behindertenparkplatz. Was eine gewisse Komik birgt. Also: Ich bin ein lebendes Vorurteil, wenn du mich in einen Porsche setzt (oder daneben stellst).

Muss man das jetzt ändern?

Ich finde nicht. Kann man klar. Wahrscheinlich ist das Ding mit 15 Minuten ThetaHealing erledigt, aber ich finde es zu lustig als dass ich es tauschen möchte gegen „Ein Porsche ist ein Porsche“ und „ein Porschefahrer ist ein ganz normaler Mensch“ (oder was auch immer).

Mich amüsiert das, und ich mag diese kleinen verrückten Glaubenssätze in meinem Unterbewusstsein. Ausserdem ist es auf Vorträgen ein sehr lustiges Beispiel und es lässt sich gut darüber lachen (egal was für ein Auto man fährt, denn dieser Glaubenssatz ist ja Unfug).

Also: Du musst nicht jeden kleinen Glaubenssatz verändern in deinem Leben, damit du glücklich, zufrieden und erfolgreich sein kannst. Verändere die grossen. Die Brummer. Das was dich hindert deine Ziele zu erreichen.

Wenn du ein Auto willst. Stell dir vor du hast es, du fährst es. Wie fühlt sich das an? Was sagen deine Nachbarn? Passt der Hund da rein? Kannst du damit einparken? Was wär das Schlimmste, wenn du es tatsächlich hättest?

Das gleiche kannst du mit jedem Ziel in deinem Leben machen – den Reality Check:

Stell dir vor du hast dein Ziel erreicht. Male es dir in allen Farben und Tönen aus. Wie fühlt es sich an? Wer ist bei dir? Was sagen die anderen? Was macht deine Familie? Was sagen deine Freunde? Was könnte schief gehen? Was ist deine grösste Angst?

Denn: solange du Bedenken irgendeiner Art bezüglich deines Ziels hast… wirst du es nicht erreichen. Oder nur in Teilen. Also: Räum in deinem Unterbewusstsein auf… mach Theta... oder was auch immer (ich kenn nichts besseres, und ich hab viel ausprobiert).

Ich weiss, dass es klappt: so hab ich meinen Raum in Zürich-Seefeld (dem teuersten Pflaster für Praxen und Studios in Zürich) bekommen. Gewünscht. Bekommen. Ich habe einen Raum besichtigt. Und direkt die Zusage erhalten. Das war ziemlich cool.

So bekomme ich meine neuen Kunden: ich stelle fest: Oh Montag Abend ist eine Lücke. Ich würde gerne Arbeiten. Wünschen. Vorstellen. Mich fragen, hindert mich etwas dran? Worauf müsste ich verzichten, wenn sich Montag jemand anmeldet? Aha – ich würde lieber zum Kinotag? Ok, klar – dass dann keiner am Montag Abend kommt – ich habe schliesslich (unterbewusst) schon entschieden ins Kino zu gehen.

Du kennst das vielleicht auch: Du denkst an deine beste Freundin, und kurz darauf ruft sie an. So ähnlich – oder ganz genauso – läuft das immer…

Sprich: Es liegt alles in deiner Hand. Und das finde ich persönlich sehr cool.

Morgen ist übrigens Probefahrt in einem kleinen Porsche… ich hab den Namen vergessen, aber er ist bestimmt rot… 🙂

Happy Weekend!
Kati

About The Author

Kati Mekler

Kati ist Erfolgs-Coach für Frauen, Buchautorin, Theta Healing Ausbilder und Gründer von Mindfulness for Children. Coachings sind via Skype und Telefon direkt über die Website buchbar.

Leave A Response

* Denotes Required Field