Wie oft habe ich das schon gehört in meinen Coachings „ich sollte gar nicht hier sein, ich habe doch alles”, „es gibt eigentlich gar keinen Grund traurig zu sein, ich habe doch alles”, „es gibt keinen Grund mich zu beschweren, ich habe eigentlich alles”…

Nirgends habe ich das so oft gehört wie in der Schweiz. Und ja, ich weiss nicht alle hier haben gleich viel Geld. Aber wir haben oft mehr als andere. Und dann kommt da eine Scham zu sagen „mir fehlt da was”, „ich bin unzufrieden”. Denn es heisst auch „ich will mehr”. Und dann kommt das Gefühl von „ das ist doch nicht ok”. Doch das ist Unsinn. 

Denn die Frage ist: Hast du WIRKLICH alles?

Hast du alles was DU brauchst? Hast du alles was DU möchtest? Oder hast du alles was andere glauben, dass dieses ominöse „ALLES” ist? Sagen deine Freunde du hast alles? Sagt deine Familie „stell dich nicht so an, du hast du alles”. Hast du das Gefühl deine Kollegen glauben du hast alles? Je mehr wir die Gedanken, Gefühle und Einstellungen anderer ÜBER uns erkennen und uns daran messen, desto mehr schränken wir uns ein, verbiegen wir uns, fügen wir uns?

Wer sagt denn das DEIN Alles, das gleiche Alles wie das deiner Mutter sein muss?

Wie das deiner Freundin? Wer sagt, dass „Alles” das Haus am See, die 3 Autos in der Garage, der schöne Mann und die erfolgreichen Kinder ist? Sein muss? So oft höre ich Frauen sagen: „Weisst du ich habe alles, wir fahren 5x im Jahr in Ferien, ich bin an den schönsten Orten der Welt, ich kann mir alles kaufen, meine Kinder sind gross, ich habe Zeit für mich, einen privaten Yogalehrer… aber ich bin leer. Da fehlt was.”

Und dann sagen sie, dass sie das in der Öffentlichkeit so nie sagen könnten. Denn wer würde das verstehen?

Und was ist es dann, das fehlt? Was fehlt uns, damit wir wieder „Alles” haben.

Es sind so „kleine” Dinge. Wie Gefühle. Im Laufe der Zeit verlernen einige von uns zu fühlen. Zu spüren. Weil es manchmal auch weh tut. Trauer ist ein Gefühl. Wut ist ein Gefühl. Enttäuschung. Angst. Zerrissenheit.

Alles Gefühle… und natürlich wollen wir die nicht… wir stumpfen ein bisschen ab. Schieben sie weg. Glauben vielleicht sogar unterbewusst, dass Gefühle für uns gefährlich sind.

Und dann… dann vergessen wir auch all die schönen Gefühle… können sie weniger spüren. Verlieren die Freude. Verlieren die Leichtigkeit. Verlieren die Liebe… und vergessen wie es sich anfühlt. Und die Welt wird oberflächlicher.

Wie können wir „Alles” haben, wenn wir uns nicht erlauben richtig zu fühlen? In dem Moment, in dem wir uns erlauben wieder zu fühlen. Im Wissen, dass wir auch die alte Traurigkeit loslassen können. In dem Moment beginnt die Heilung. Erlaubst du dir zu fühlen? Erlaubst du dir die alten Verletzungen nochmal zu spüren um sie dann loszulassen?

Und wenn wir uns dann wieder erlauben zu fühlen, dann können wir auch  hin fühlen was uns fehlt. Denn es sind unsere Gefühle, die uns zeigen können was fehlt. Unser Verstand kann es schwer greifen. Er funktioniert anders, hat andere Aufgaben.

Deine Gefühle werden dir zeigen, wo deine Lebensaufgabe steckt. Was dich berührt. Was dich bewegt. Was dein Herz zum schwingen bringt. Aber dafür braucht es ein bisschen Mut die Gefühle wieder intensiv wahrzunehmen.

So oft ist das was uns für „ich habe alles” fehlt „klein”. Es ist nichts, das wir mit Geld kaufen könnten.

Es ist ein Gefühl von Geliebt sein, Getragen sein, Unterstütz sein, Geborgen sein, seine Erfüllung leben… Manchmal sagen Kundinnen von mir „alles was ich eigentlich möchte, ist dass mein Mann mich mal sieht. Mich in den Arm nimmt. Mich liebt”. Das kostet nichts.

Aber wir können es nicht kaufen. Wir können es nicht erzwingen. Wir „müssen” es geschenkt bekommen.

Und auch in der Lage sein es annehmen zu können. Kannst du Geschenke annehmen? Kannst du Liebe annehmen? Erlaubst du dir dich in der Liebe fallen zu lassen im Wissen aufgefangen zu werden?

Sei mutig. Suche dein Alles. Du wirst es finden.

Es ist die Grosse Lücke in deinem Herzen. Das fehlende Puzzlestück. Das, das du aufgegeben hast. Oft geben wir es auf um uns sicher zu fühlen, nicht mehr verletzt zu werden.

Manchmal verzichten wir auf die Grossen Gefühle. Und suchen dann doch wieder den Kick, vom Glücksspiel über Kokain bis hin zum simplen Bungee Jump. Alles schon gesehen. Aber es kann die Lücke nicht schliessen. Es kann das Abenteuer nicht zurück in dein Leben bringen.

Denn wie beim echten Puzzle: es gibt nur ein Puzzlestück das da rein passt. Egal wie sehr wir uns anstrengen fehlende Liebe, fehlende Leidenschaft, fehlende Erfüllung, fehlende Berufung durch Geld, Ferien, Männer, Karriere, Essen, Sport und Sex (oder oder oder) zu schliessen.

Wenn es nicht das fehlende Puzzlestück ist, dann bleibt es Flickwerk. Es mag halten. Für eine Weile. Und dann bricht es wieder auf. Sei mutig. Verlange DEIN Puzzlestück. Damit du nicht nur alles Materielle hast, sondern auch alles bist. Alles fühlst. Dich vollkommen fühlst.

Hab Mut. Du bist mehr Held als du es vielleicht sehen magst.

Wir haben ein Recht darauf und vollkommen erfüllt zu fühlen. Ja, manchmal (ok, sehr oft) sind eine gute Portion Überzeugungen im Unterbewusstsein zu verändern. Aber was wiegt dagegen auf wieder ganz du zu sein, dich zu spüren, dich zu lieben und ALLES in deinem Leben zu haben, was Dein HERZ wirklich begehrt? Und zwar ohne das andere unbedingt hergeben zu müssen, was du ja schon hast. Trau dich. Die Reise ist es wert.

Alles Liebe
Kati

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Kati Mekler
Kati Mekler

Kati ist Erfolgs-Coach für Frauen, Buchautorin, Theta Healing Ausbilder und Gründer des Vereins Mindfulness for Children. Kati hat in den letzten Jahren über 13'000 Menschen bei Veränderungsprozessen gecoacht. Alleine in den letzten beiden Jahren hat sie über 3'080 Einzel-Coachings gegeben.