Ganz ehrlich? Uaaaahhhh.

Diese Fragen bekommt man als Veganer sooo oft zu hören. Insbesondere von Leuten, die selbst leider keine Ahnung von Ernährung haben. Immer wieder: Du sagst. Ich ess kein Fleisch, ich bin vegan. Und sie sagen „oh mein Gott, wo bekommst du dann dein Protein her?“

Ich bin meinstens nett. Meistens. Sonst würd ich fragen: Steckt es etwas in deinem Stück Torte, den Chips, der Pizza oder den pappigen Fritten drin, die du gerade isst? 🙂 Meistens. Manchmal bin auch ich auf Krawall gebürstet. 🙂

Abnehmen ohne Fleisch: Wo kommt das Protein dann her?

Aber schon richtig: Wir haben alle fleissig den Werbespots, gekauften Artikeln und gekauften Reportagen im Fernsehen zugehört. Glauben an den riesigen Proteinbedarf und wissen: Den gibt es nur im Fleisch logo.

Warum Fleisch aber ungesund ist und dich am abnehmen hindert, das weiss heut leider kaum einer. Hinterfragt keiner. Ist aber auch ein anderes Thema (schau mal hier). Schauen wir uns die grosse Protein-Frage einfach mal an:

Genauer gesagt – das „Grünzeug“. Das wir in gesunde grüne Smoothies reinpacken:

Denn grüne Blätter bieten jede Menge essenzieller Aminosäuren

Aber fangen wir vorne an: Jedes Protein-Molekül besteht aus einer Kette von Aminosäuren. Essenzielle Aminosäuren sind diejenigen, die unser Körper nicht selbst herstellen kann und die wir deshalb mit der Nahrung aufnehmen müssen.

  • Es gibt neun essenzielle Aminosäuren, die wir in ausreichender Menge mit der Nahrung zu uns nehmen müssen.

In dem Buch „The China Study“ zeigt Professor T. Colin Campbell, dass die in den USA empfohlene Tagesmenge an Proteinen viel zu hoch ist. In der Tat kann man viel gesünder und schlanker werden, wenn man Fleisch und Michprodukte stark reduziert.

Schaut man sich den Nährstoffgehalt von grünem Blattgemüse an, stellt man fest: Aminosäuren, die in dem einen Gemüse nur in geringer Menge
vorhanden sind, sind dafür in anderem Gemüse reichlich enthalten. Was das heisst? Wenn wir uns abwechslungsreich ernähren, bekommen wir alles was wir brauchen. Wenn wir unterschiedliches grünes Blattgemüse essen, dann passt es. Wer nur Spinat isst, hat ein Problem. Klar. Wer nur Pasta isst, genauso (Ok, der hat natürlich ein grösseres).

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Achte bei deiner Ernährung darauf unterschiedliches Gemüse zu essen. Nicht nur Spinat, den immer gleichen Kopfsalat und Fenchel (zum Beispiel). Iss vielseitig. Wer will schon jeden Tag das gleiche essen?

Und das, was die meisten dabei nicht wissen (noch nicht, aber das ändert sich gerade rasend schnell):

Das Grün am Gemüse ist das gesündeste, also:

  • Das Radieschengrün ist gesünder als es die Radieschen schon sind.
  • Spinat ist toll.
  • Möhrengrün ist wervoller für deinen Körper als die Möhren (also ab in den Mixer mit dem Grünzeug)
  • Brokkolistrunk lässt sich toll entsaften, Kohlblätter in den Smoothie mixen.
  • Fenchelgrün ist gesund und toll im Smoothie
  • Randenblätter sind sooo lecker und gesund.
  • Grün, grün grün. Chlorophyl. Das ist es was uns gesund macht.

 

Abnehmen und Protein: Nur welches Protein?

Ausserdem: Es gibt einen Unterschied zwischen komplexen Protein-Molekülen in Fleisch, Milchprodukten und Fisch und den nur in Obst, Gemüse und besonders im Pflanzengrün einzeln vorkommenden Aminosäuren.

Für unseren Körper ist es viel einfacher Protein-Moleküle aus einer Auswahl einzeln vorliegender Aminosäuren aus grünem Blattgemüse
zusammenzubauen. Bei Fleisch ist das für uns viel schwieriger: Das hat bereits miteinander verbundenen langen Eiweiss-Moleküle, die nach dem Muster eines völlig anderen Lebewesens (der Kuh zum Beispiel) zusammengefügt sind.

Den Unterschied zwischen komplexen Proteinen und einzelnen Aminosäuren?
Grünes Blattgemüse schenkt uns Aminosäuren, die frisch hergestellt werden: Aus Sonnenlicht und Chlorophyll. Bei den Aminosäuren einer Kuh, ist das dann so wie Second Hand Aminosäuren. Es passt schon irgendwie, aber eben nicht perfekt.

Und unser Körper muss sich viel mehr anstrengen das zu verdauen – sprich diese für uns nicht ganz passend zusammengesetzten Aminosäuren mit Enzymen zerlegen und wieder „neu zusammen zu bauen“. Was nicht passt, gammelt dann weiter in unserem Körper rum, bis es entschlackt werden kann.

Professor W. A. Walker vom Department of Nutrition der Harvard School of Public Health darüber: »Unvollständig verdaute Bruchstücke von Proteinen können in den Blutstrom gelangen. Die Absorption dieser grossen Moleküle trägt zur Entstehung von Nahrungsmittelallergien und Störungen des Immunsystems bei.«
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Plus: Diese „unvollkommenen“ Proteinquellen, also das tierische Eiweiss, das führt bei vielen zu einem Mangel an essenziellen Aminosäuren. Und logischerweise ist so ein Mangel gesundheitsschädlich. Denn um Neurotransmitter herzustellen, braucht unser Körper bestimmte essenzielle Aminosäuren. Dazu gehören:

  • Tyrosin,
  • Tryptophan,
  • Glutamin,
  • Histamin und ein paar mehr.

Neurotransmitter sind natürlich vorkommende chemische Substanzen. Sie leiten Nervenimpulse zwischen den Gehirnzellen weiter. Neurotransmitter regulieren und beeinflussen unsere Gefühle. Ja sogar unser Gedächtnis. Aber eindeutig auch unsere Stimmung. Oder einfach nur, ob wir gut schlafen. Ein spannendes Thema für  Gehirnforscher.

Ein Mangel an essenziellen Aminosäuren hat negative Folgen wie zum Beispiel geistiges und seelisches „Ungleichgewicht“ oder ein starkes Verlangen nach Substanzen, die nicht wirlich gut für uns sind (Forschungsergebnissen der Ernährungspsychologin Julia Ross).

Beispiel Tyrosin und Phenylalanin:

Ein Mangel an den Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin kann zu Energiemangel und Konzentrationsschwäche führen. Bis hin zu Aufmerksamkeitsdefizitstörung und Depression. Und ein Mangel an den beiden Aminosäuren kann dein Verlangen nach Süssigkeiten, Pasta, Schokolade, Kohlenhydraten in jeder Form und sogar Koffein und Zigaretten stark erhöhen.

Es ist also wichtig, dass wir unserem Körper, das geben was er braucht: Alle und genügend Aminosäuren. Und am besten so, dass er sie gut verwerten kann. Also in Form von grünem Blattgemüse.

Denn im grünem Blattgemüse sind reichlich hochwertige Proteine enthalten.

Auch wenn fleissig das Gegenteil behauptet wird.

Professor T. Colin Campbell dazu: »Es gibt Berge von zwingenden Beweisen dafür, dass das sogenannte ›minderwertige‹ pflanzliche Protein, das eine langsame, aber stetige Synthese neuer Proteine ermöglicht, die gesündeste Art von Protein ist.«

Ganz ohne die „unliebsamen Nebenwirkungen von tierischem Protein (Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Co.)„.

Schon mal überlegt wie die stärksten Tiere der Welt sich ernähren? Von Pflanzen. Sie sind vegan. Grünes Blattgemüse liefert uns alles was unser Körper braucht. Ideales Baumaterial. Wichtig ist dabei nur: Iss abwechslungsreich. Grünes Blattgemüse kann dich mit allen Aminosäuren versorgen, die du für deinen
wunderbaren Körper brauchst, versorgen. Wenn du genug unterschiedliches Grünzeug ist.

Schau dir auch diese Posts über Smoothies an:

Und Ja: Im Onlinekurs bringen wir auch grüne Smoothies in dein Leben. Damit du gesünder wirst, schlanker und deine Ernährung langsam umstellen wirst.

Hab eine tolle Woche
Kati

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Kati Mekler
Kati Mekler

Kati ist Erfolgs-Coach für Frauen, Buchautorin, Theta Healing Ausbilder und Gründer des Vereins Mindfulness for Children. Kati hat in den letzten Jahren über 13'000 Menschen bei Veränderungsprozessen gecoacht. Alleine in den letzten beiden Jahren hat sie über 3'080 Einzel-Coachings gegeben.